EZB senkt Leitzins auf 1,25%
Die EZB senkte heute Mittag den europäischen Leitzins von 1,5%, auf nun aktuell 1,25%. Das ist der niedrigste Leitzinssatz seit der Euro Einführung. Die Europäische Zentralbank (EZB) kämpft mit fast allen Mitteln gegen die Finanzkrise. Welche Auswirkungen hat die Zinssenkung wirklich auf die Verbraucher? …
Experten hatten eine Zinssenkung um 0,5% erwartet. Aber die Börsen reagierten auf den Zinsschritt kaum. Ziel der Zinssenkung soll es sein, dass Banken günstigere Kredite für ihren Kunden zur Verfügung stellen können. Somit soll nicht nur der private Konsum sondern auch die Wirtschaft wieder belebt werden.
Da viele Banken zur Zeit über zu wenig Eigenkapital verfügen, dürfte eine günstigere und schnelle Kreditvergabe eine Illusion bleiben. Ganz im Gegenteil. Die Banken bekommen von der EZB zwar günstiger Kredite, aber an der zurückhaltenden Kreditvergabe der Banken wird sich kaum etwas ändern. Das hat zur Folge dass sich Kredite geringfügig verteuern können. Mit der Senkung des Leitzinses sinken gleichzeitig die Zinsen für Sparguthaben.
Mit Zinssenkungen allein kann man der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht begegnen. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln benötigen wir einen ungebremsten Geldfluss (keine zögerliche Kreditvergabe von Banken). Damit steigen Investitionen und gleichzeitig die Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen. Mitsteigender Nachfrage beruhigt sich auch der Arbeitsmarkt. Das hat zur Folge dass Verbraucher und Investoren wieder Vertrauen in den Markt kommen und sich dieser wieder normalisieren kann.
Die Banken haben das Misstrauen in die Märkte gebracht, nun ist es ihre Aufgabe dieses Vertrauen ein Investoren und Verbrauch zurückzugeben.


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