EZB Zinsentscheidung und wie geht es weiter?
Die EZB traf ihre Zinsentscheidung im Mai 2010. Der Leitzins bleibt unverändert. Doch was bedeutet dies Europa? Welche Auswirkungen hat die Zinsentscheidung der EZB auf unsere Geldanlagen Bauzinsen und Kredite? Trichet (Chef der EZB) gab einen kleinen Ausblick über die Zukunft der Zinsen.
Die EZB beließ der Leitzins unverändert bei einem Prozent. Die Krise in Griechenland und die sehr nervösen Aktienmärkte veranlassten die EZB zu dieser Zinsentscheidung. Zur Begründung hieß es: „Hohe Risiken in einem unsicheren Umfeld“. Damit bleibt vorerst alles beim Alten. Niedrige Zinsen auf Tagesgeld und Kredite bestimmen den Markt. Weiterhin kündigt die EZB in absehbarer Zeit keine weiteren Schritte zur Zinserhöhung an. Solange die Krise in Griechenland nicht gebannt ist, hat die EZB auch keine andere Wahl. Mit jeder Zinserhöhung könnten die Probleme eskalieren.
Wie Banken mit der Griechenlandkrise ihr Image aufpolieren?
Mit einem gleichbleibenden niedrigen Leitzins werden Banken weiterhin Rekordgewinne einfahren. Auch wenn Sie sich mit Zahlungen zur Stützung von Griechenland beteiligen wollen. Denn ein Eigeninteresse der Banken, dass die Griechenlandkrise bald ein Ende hat, ist nicht zu leugnen. Man kann es als ehrenwert auffassen, dass Banken Europa jetzt unter die Arme greifen und vorerst auf Verkäufe von griechischen Anleihen verzichten wollen. Doch damit macht man den Bock zum Gärtner. Erst wittert man fette Gewinne mit griechischen Anleihen bzw. man spekuliert auf die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands. Dann bemerkt man das dies kein normales Geschäft ist, weil das Problem mit Griechenland zur handfesten Wirtschaftskrise mutiert. Jetzt versucht man den Rückwärtsgang einzulegen, um mit voller Kraft zurückzurudern. Im gleichen Atemzug vermarktet man sich selbst, um das angekratzte Image aufzupolieren. Man stellt sich als Retter in der Not dar.
Sehen kann man dieses Verhalten wie man will. Klar ist was passiert, wenn Griechenland in die Knie geht. Wer die Gewinner und Verlierer sind. Die Moral aus der Geschichte: „Unser Geldsystem hat zu viele Schwachstellen damit es reibungslos funktioniert.“
Finanzkrise Teil 2 und nichts gelernt.
Dies ist leider kein Europäischen oder deutsches Problem, sondern ein Weltweites. Bis heute hat man nichts getan, um das Finanzsystem zu reformieren. Man glaubte mit einigen halbherzigen Vorschriften das Problem zu lösen, der bekommt jetzt die Quittung. Mit Griechenland wurde die Wirtschaftskrise Teil 2 eingeläutet. Und wieder ist es der Steuerzahler, der die Zeche wohl bezahlen wird. Denn es ist nicht absehbar ob und wann Griechenland seine Schulden an Deutschland zurückzahlen kann.


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